29.10.2009
Fahnenschwenker Wewer bei Landesmeisterschaft in Wegberg erfolgreich
Erstmals fand in Wegberg die Landesmeisterschaft der Fahnenschwenker statt. Jost Wasmus (49) organisierte die Veranstaltung. Sein Anliegen ist es, die Randsportart bekannter zu machen.
Jürgen LaaserJost Wasmus steht vor dem Eingang der Dreifachsporthalle im Schul- und Sportzentrum inmitten einer kleinen Menschentraube. Ein wenig Smalltalk hier, ein zwei Sätze da und zieht zügig an seiner Zigarette. Dem Mann aus Isengraben bei Rath-Anhoven fehlt es heute chronisch an Zeit. Der 49-jährige ist nicht nur Ausrichter der erstmalig in Wegberg stattfindenden Landesmeisterschaft der Fahnenschwenker, er ist auch Preisrichter und Preisverleiher.
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Elegante Bewegungen Beim Wettbewerb berichtet er von der Faszination des Sports und wie die Veranstaltung nach Wegberg kam. In der Halle geht gleich der Gruppenwettbewerb los. Echte Könner, wie die Gruppe des Fahnenschwenkervereins Paderborn-Wewer, sorgen mit eleganten Bewegungen, flatternden Fahnen, lang geprobter Choreographie und eingespielter Musik für anerkennenden Beifall des Publikums.
Dass der Wettbewerb so stattfinden kann, ist für Wasmus eine große Freude und auch eine Bestätigung, die Meisterschaft nach Wegberg gebracht zu haben. Eigentlich ist der Bezirk Düsseldorf der nordrhein-westfälischen Fahnenschwenker-Vereinigung 1960 Ausrichter des Wettbewerbs. Da die Stadt Düsseldorf kaum Unterstützung anbot, habe er als Vorstandsmitglied die Veranstaltung in seinen Heimatort geholt. "Hier ist mir von Anfang an Tür und Tor geöffnet worden", sagt der 49-Jährige. Sein großes Anliegen sei es, mehr Aufmerksamkeit für diesen Randsport und seine Schönheit zu wecken. Leicht sei das nicht. Denn stets fehlen Helfer, um öffentlichkeitswirksame Auftritte zu organisieren. Zwangsläufig bleibe so die Arbeit stets bei den gleichen liegen. Das koste viel Freizeit. "Der Aufwand ist wahnsinnig", sagt Wasmus.
Merklich verstimmt ist er darüber aber nicht. Er legt den Kopf schelmisch schief und klopft sich ans Revers. Daran ist ein Button befestigt. "Ich bin Ehrenamt", steht darauf zu lesen. Jedes Wort davon sei ernst gemeint, sagt Wasmus mit breitem Lächeln. Lobeshymnen mag er dafür nicht hören. Er wolle nur alle Beteiligten zufrieden wieder nach Hause schicken, sagt er. Ein "Es hat alles gut geklappt" der Aktiven im Nachhinein sei Lob genug.
Wasmus ist dem eleganten und teils akrobatischen Sport erlegen, seit seine Tochter in Düsseldorf damit anfing. Seither fahre er als Aktiver, Vorstandsmitglied und Ausrichter quer durch die Republik. Wie ernst ihm das Engagement ist, bemerkt man beim Abschied. Die Meisterschaft sei zwar schon vorbei, so Wasmus, gratulieren dürfe man ihm aber trotzdem, er habe heute Geburtstag.
Quelle: RP Online GmbH
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